
Gesundheitsamt erweitert digitales Angebot: Schuleingangsuntersuchung online buchen
26. August 2026Leistungsdruck, Stress, Ängste, Einsamkeit und der Umgang mit belastenden Situationen beschäftigen viele Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig stehen Schulen vor der Herausforderung, passende und niedrigschwellige Unterstützungsmöglichkeiten im Schulalltag zu schaffen. Wie die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen an Schulen nachhaltig gestärkt werden kann, war deshalb Thema eines Austauschtreffens der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont im Juni.
Den Impuls für den Austausch gab der Kreisschülerrat, der sich bereits seit längerer Zeit mit dem Thema mentale Gesundheit an Schulen beschäftigt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Schulen, Schülerinnen und Schülern, dem Bündnis gegen Depressionen, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und der Gesundheitsregion wurden Herausforderungen, Bedarfe und mögliche Ansätze diskutiert. Dabei wurde deutlich: Das Interesse am Thema ist groß – und es gibt bereits verschiedene gute Ansätze und Angebote. Gleichzeitig wünschen sich die Beteiligten praktikable und alltagstaugliche Möglichkeiten, die sich gut in den Schulalltag integrieren lassen. Auch die aktive Beteiligung von Schülerinnen und Schülern wurde als wichtiger Bestandteil erfolgreicher Maßnahmen hervorgehoben.
Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit der Gesundheitsregion mit der Elisabeth-Selbert-Schule. Schülerinnen und Schüler entwickelten dort im Rahmen ihres Fachpraxisunterrichts eigene Informationsangebote rund um mentale Gesundheit – darunter Reels für Instagram, einen Podcast, Blogbeiträge, Poster und Erklärvideos. Die Erfahrungen aus dem Projekt zeigen, dass die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema bei Jugendlichen auf großes Interesse stößt und niedrigschwellige, zielgruppengerechte Formate gut angenommen werden.
Aus dem Austausch soll nun der nächste Schritt entstehen: Die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont möchte eine Projektgruppe "Mentale Gesundheit an Schulen" ins Leben rufen. Gemeinsam sollen mögliche Ansatzpunkte weiter vertieft, bestehende Angebote sichtbar gemacht und Ideen für gemeinsame Aktionen und Projekte entwickelt werden. Ziel ist es, gemeinsam konkrete Möglichkeiten zu erarbeiten, wie mentale Gesundheit im Schulalltag gestärkt und Schülerinnen und Schüler besser erreicht werden können.
"Wir möchten nicht nur über die Herausforderungen sprechen, sondern gemeinsam ins Handeln kommen. Dabei ist uns besonders wichtig, die Perspektive von Schülerinnen und Schülern einzubeziehen", so Marc Hoellenriegel von der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont. Der Impuls des Kreisschülerrats zeige, dass das Thema bei jungen Menschen selbst eine hohe Relevanz habe und Beteiligung ausdrücklich gewünscht sei.
"Die Projektgruppe soll bewusst offen für weitere Akteurinnen und Akteure sein. Eingeladen sind insbesondere Schulen, Schülerinnen und Schüler, Elternvertretungen, Fachkräfte aus dem Bildungs- und Gesundheitsbereich sowie weitere Institutionen und Organisationen, die sich mit dem Thema mentale Gesundheit beschäftigen oder eigene Ideen einbringen möchten", ergänzt Lea Liebner, die ebenfalls seitens der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont in das Projekt involviert ist.
Wer Interesse hat, sich an der Projektgruppe zu beteiligen oder sich zunächst unverbindlich über die geplanten Aktivitäten informieren möchte, kann sich bei der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont unter gesundheitsregion@hameln-pyrmont.de melden.
Die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont freut sich über weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die gemeinsam mit den Schulen und dem Kreisschülerrat daran arbeiten möchten, mentale Gesundheit an Schulen zu stärken und gute Ideen in die Praxis zu bringen.



