Die Recherche im Internet zu Gesundheitsthemen kann hilfreich sein, wobei es aber schwierig sein kann, verlässliche Informationen von weniger verlässlichen zu unterscheiden. Durch die Vielzahl von Gesundheitsinformationen im Internet wird die Suche nach verlässlichen und qualitätsgeprüften Quellen erschwert. Häufig stammen verlässliche Informationen von unabhängigen gemeinnützigen Organisationen und Ministerien. Auffällig ist, dass die ersten Suchergebnisse bei Google nicht unbedingt die besten Quellen sind. Zudem besteht die Gefahr, auf irreführende oder widersprüchliche Informationen zu stoßen, insbesondere wenn man wenig Vorwissen zu einem Thema hat. Das Googeln ohne Überlegung kann dazu führen, dass man auf Seiten landet, die nicht zur eigentlichen Problematik passen und falsche Informationen erhalten. Wichtig ist also, Expertenportale und vertrauenswürdige Quellen zu nutzen, um gute Informationen zu finden.
6 Tipps für die Internetrecherche
1
Absender
Es sollte überprüft werden, wer die Information verfasst hat. Im Impressum sollte klar ersichtlich sein, wer der Urheber der Information ist und welche Interessen damit verfolgt werden.
2
Ziele & Absichten
Eine gute Website enthält Erklärungen, welche Ziele mit der Information verfolgt werden. Dazu gehört auch, an wen sich die Information richtet und mit welcher Absicht.
3
Quellenangaben
Seriöse Informationen nennen ihre Quellen. Besonders zuverlässig sind Informationen, die auf großen wissenschaftlichen Studien beruhen.
4
Aktualität
Es ist wichtig, dass die Information aktuell ist bzw. regelmäßig aktualisiert wurde. In der Literatur wird ein Zeitraum von drei Jahren angegeben, bis die Information veraltet ist. Daher ist es wichtig, herauszufinden, wann die Information erstellt wurde.
5
Werbung
Es sollte darauf geachtet werden, wer der Betreiber/ Sponsor der jeweiligen Seite ist. Ist die Website unabhängig? Gesundheitsinformationen im Internet sollten kostenfrei und ohne Passwortschutz angeboten werden.
6
Ausgewogenheit
Informationen sollten neutral und ohne Wertung sein. Sie sollen Nutzen, Risiken und Nebenwirkungen beschreiben, andere mögliche Optionen nennen und erklären, was passiert, wenn keine Behandlung erfolgt.
